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Die Quote aus Sicht des Personalwesens

Teil 2: Fachkräftesicherung

Wir leben in einer Zeit, in der beständig auf die in der Zukunft knapp werdende Ressource "Fachkräfte" verwiesen wird. Auch wenn es andere Einschätzungen dazu gibt scheint dieses Szenario doch sehr wahrscheinlich.

Die strategische Deckung dieses Bedarfs – aktuell und auch im Blick auf die prognostizierte Entwicklung des Unternehmens in Korrelation zu den demographischen Daten und den Entwicklungen im Ausbildungsbereich – diese Bedarfsdeckung ist zentrale Aufgabe des Management und zuvörderst der Personalverantwortlichen.

Diese Aufgabe ist gerade im technisch geprägten Mittelstand  und in den klassischen Ingenieurswissenschaften eine ganz besondere Herausforderung. Hier fällt es schwer, im Wettbewerb mit den "großen Namen" den Bedarf an gutem Nachwuchs zu decken.

Die Anzahl der Studierenden der einschlägigen Ingenieurwissenschaften wird in den nächsten Jahren nicht in besonderem Maße wachsen (vgl.: MINT Herbstreport 2013, Institut der deutschen Wirtschaft Köln). Ein Grund dafür ist, dass der Anteil der jungen Frauen an den Abiturienten aufgrund bildungspolitischer Anstrengungen fast 50 % beträgt, diese jedoch, trotz Fördermaßnahmen, in sehr geringer Zahl die einschlägigen, industrierelevanten, Ingenieurwissenschaften studieren. Dies gilt insbesondere für die Fächer Elektrotechnik (Frauenanteil bei 5,9%, (vgl.: Destatis 2011, MINT Herbstreport 2013, Institut der deutschen Wirtschaft Köln) oder klassischem Maschinebau (Frauenanteil bei 9% (vgl.:  Destatis 2011, MINT Herbstreport 2013, Institut der deutschen Wirtschaft Köln).

Hierbei geht es nicht nur darum, im Rahmen der Personalbeschaffung die richtigen Mitarbeiter, ob männlich oder weiblich, einzustellen. Ein weiterer, nicht minder wichtiger Teil in Bezug auf die Deckung des Bedarfs ist die Sicherung und die Entwicklung der vorhandenen Leistungsträger. Diese Menschen sind das Rückgrat des Erfolges, da sie sich neben ihrer Fach- und Führungskompetenz durch hohe Identifikation mit dem Unternehmen, dem Wissen über Abläufe, Prozesse und nicht zuletzt durch tiefgreifende Kenntnisse der Produkte auszeichnen.

Gerade die mittelständischen Unternehmen leisten viel im Rahmen des internen Personalmarketings, um solche Mitarbeiter zu halten. Ein Weggang dieser Leistungsträger ist nicht nur ein Verlust an qualifizierter Arbeitskraft. Es bedeutet für sehr technisch und international ausgerichtete Unternehmen, die auf dem Weltmarkt bestehen müssen, oft auch eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit insgesamt.

Ein Eckpfeiler in dieser Strategie ist die Personalentwicklung, insbesondere die Karriereplanung, die individuell an den Anforderungen einer Fach- oder Führungsposition ausgerichtet ist.
Durch die Vorgabe einer fixen oder flexiblen Quote für Management und Hierarchieeben, sowie über Förderpläne, die einseitig auf ein Geschlecht fokussiert sind, wird die Personalentwicklung, die sich an den tatsächlichen Anforderungen einer Position orientiert, konterkariert.

Ganz besonders dann, wenn nicht genügend Frauen im Unternehmen zur Verfügung stehen und Seiteneinsteigerinnen eingestellt werden (müssen) – dies lediglich aus Gründen der Quotenerfüllung. Sehr schnell kommt es dann  zu einer Förderung und Beförderung nach Geschlecht, nicht nach Leistung, Neigung und Befähigung. Dies mit der Folge, dass Leistungsträger demotiviert werden und das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft – das Leistungsprinzip - außer Kraft gesetzt wird. Und zuletzt der Betriebsfrieden gestört ist.

Erste Belege dafür gibt es zur Genüge (vgl.: FAZ, 02.06.2012, "lauter verlorene Männer") vgl. WiWo33/2012, "Karriereknick, wie die Frauenquote schon jetzt Männer blockiert"). Selbst McKinsey, auf deren Studie "Women Matter" sich viele Verfechter für eine Quote beziehen, warnt vor der Einführung von Frauenquoten(vgl.: http://www.20min.ch/finance/news/story/-Quoten-sind-schaedlich-fuers-Betriebsklima--31639522).

Die Gefahr, die aus dieser Aushebelung der freien Marktwirtschaft erwächst: ein vermeintliches Unrecht wird durch ein neues Unrecht ersetzt mit tiefgreifenden Folgen in die Sozialstruktur sozialer Gemeinschaften. Dies mit nicht absehbaren Folgen für die gesamte Volkswirtschaft.